Das Halsband gehört meiner Tochter!”, rief die Reiche – die Wahrheit verblüfft alleDoch als die Dienerin erklärte, dass sie es nur reparieren wollte, bevor sie es heimlich zurücklegte, erkannte die Millionärin beschämt ihre voreilige Anschuldigung.2 min czytania.

Dzielić

Der Ballsaal strahlte in hellem Glanz, erfüllt vom Licht kristallener Kronleuchter und geschmückt mit weißen und goldenen Blumen. Es war ein festlicher Abend, voller bedeutender Gäste und aufmerksamer Journalisten, die kein Detail verpassten. In der Mitte des Raumes schritt die Milliardärin Annette mit anmutiger Eleganz, gekleidet in einem langen blauen Kleid, das ihre noble Haltung unterstrich. Um sie herum klangen Gelächter, Gläser klirrten, Hände applaudierten. Alles schien perfekt, bis plötzlich etwas ihre Ruhe durchbrach. Zwischen den Bediensteten, die Sekt und Canapés servierten, fiel ihr eine schlicht gekleidete Frau in schwarzer Uniform und weißer Schürze auf.

An ihrem Hals glitzerte etwas, das die Zeit für Annette einfrier ließ. Ihr Blick verengte sich. Das Herz klopfte wild, ihre Hände zitterten. Dieser Anhänger in Form eines Sterns war unverkennbar. Ein maßgefertigtes Schmuckstück, einzigartig, das sie ihrer Tochter am Tag der Taufe geschenkt hatte. Langsam näherte sie sich, kämpfte gegen die Tränen an. Als sie der Putzfrau gegenüberstand, versagte ihre Stimme, doch mit letzter Kraft flüsterte sie: „Dieser Anhänger gehörte meiner Tochter.“ Der Saal erstarrte in eisiger Stille.

Alle Blicke richteten sich auf sie. Die Musik verstummte. Die Frau, verwirrt und ängstlich, griff sich an die Brust und starrte Annette fassungslos an. „Gnädige Frau, diesen Anhänger trage ich, solange ich denken kann“, antwortete sie nervös. „Er war bei mir, als man mich als kleines Kind im Waisenhaus abgab.“ Annette spürte, wie ihr die Knie wegsackten. Es war, als drehe sich die Welt um sie. Die Worte hallten in ihr nach und rissen begrabene Erinnerungen hoch. Die Nacht des Brandes, das Chaos, der Rauch, das Weinen.

Ihre Tochter, seit 25 Jahren verschollen, stand nun vor ihr. Mit einem zitternden Schritt näherte sich Annette und fragte leise: „Wie heißt du, mein Kind?“ Die Frau zögerte. „Leni, gnädige Frau. Man nennt mich nur Leni.“ Der Name traf Annette wie ein Pfeil ins Herz. Leni – dieser Kosename war es, den sie ein Kind genannt hatte, das Blumen liebte und wie der Frühling lächelte. Tränen stiegen in ihre Augen. „Leni“, wiederholte sie gepresst. Die Putzfrau spürte etwas Seltsames in sich, als würde ein unsichtbarer Faden sie an längst Vergessenes erinnern.

„Warum sehen Sie mich so an, gnädige Frau?“, fragte sie mit zitternder Stimme. „Weil das Schicksal mir endlich zurückgibt, was ich verloren habe.“ Annette holte tief Luft, bat darum, in einen separaten Raum geführt zu werden. Dort, abgeDort, abgeschirmt von neugierigen Blicken, fielen sie sich endlich in die Arme, vereint durch ein Band, das selbst die längste Trennung nicht zerstören konnte.

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