Junges Mädchen verliebt in älteren Mann – doch dann enthüllt sich ein schockierendes Familiengeheimnis4 min czytania.

Dzielić

Ich heiße Lina, bin zwanzig Jahre alt und im letzten Jahr meines Designstudiums. Meine Freunde sagen immer, ich wirke reifer, als ich bin – vielleicht, weil ich schon als Kind nur mit meiner Mutter aufgewachsen bin. Sie ist eine alleinerziehende Frau, voller Kraft und Entschlossenheit. Mein Vater ist früh gestorben, und sie hat nie wieder geheiratet. All diese Jahre hat sie unermüdlich gearbeitet, um für mich zu sorgen.

Einmal, bei einem Freiwilligenprojekt in München, traf ich Simon, den Leiter des Logistikteams. Er war über zwanzig Jahre älter als ich, freundlich, ruhig und sprach mit einer Tiefe, die mich überraschte. Zuerst mochte ich ihn nur als Kollegen, aber nach und nach fing mein Herz an, schneller zu schlagen, sobald ich seine Stimme hörte.

Simon hatte viel durchgemacht – einen stabilen Job, eine gescheiterte Ehe, aber keine Kinder. Über seine Vergangenheit sprach er nicht viel, nur: *„Ich habe etwas sehr Wertvolles verloren. Jetzt will ich einfach ehrlich leben.“*

Unsere Liebe wuchs langsam, ohne Wirbel oder Drama. Er behandelte mich immer behutsam, als würde er etwas Zerbrechliches beschützen. Ich wusste, viele fragten sich: *„Wie kann sich ein zwanzigjähriges Mädchen in einen Mann verlieben, der so viel älter ist?“* Aber es war mir egal. Bei ihm fühlte ich mich geborgen.

Eines Tages sagte Simon: *„Ich möchte deine Mutter kennenlernen. Ich will nichts mehr verheimlichen.“* Mir wurde mulmig. Meine Mutter war streng und immer besorgt, aber ich dachte: *Wenn das echte Liebe ist, gibt es keinen Grund, Angst zu haben.*

An dem Tag nahm ich ihn mit nach Hause. Simon trug ein weißes Hemd und einen Strauß Sonnenblumen – die Blumen, von denen ich erzählt hatte, dass meine Mutter sie liebte. Ich hielt seine Hand, während wir durch die alte Haustür in unserem Stadtteil traten. Meine Mutter goss gerade die Pflanzen und sah uns.

In diesem Moment erstarrte sie.
Bevor ich sie vorstellen konnte, rannte sie auf ihn zu und umarmte ihn fest, Tränen strömten unkontrolliert über ihr Gesicht.

*„Mein Gott… du bist es!“*, rief sie. *„Simon!“*

Die Luft wurde schwer. Ich stand wie erstarrt und verstand nichts. Meine Mutter hielt ihn weiter fest, weinte und zitterte. Simon sah fassungslos aus, sein Blick verloren, als könne er nicht glauben, was er sah.

*„Bist du… Claudia?“*, brachte er mit rauer Stimme hervor.

Meine Mutter hob den Kopf und nickte heftig: *„Ja… du bist es! Mein Gott, nach über zwanzig Jahren lebst du noch, bist noch hier!“*

Mein Herz raste. *„Mama… kennst du Simon?“*

Sie sahen mich beide an. Sekundenlang sagte niemand etwas. Dann wischte sich meine Mutter die Tränen ab und setzte sich: *„Lina… ich muss dir die Wahrheit sagen. Als ich jung war, liebte ich einen Mann namens Simon… und das ist er.“*

Stille erfüllte den Raum. Ich blickte Simon an, sein Gesicht war blass und verwirrt. Meine Mutter fuhr mit zitternder Stimme fort: *„Als ich an der Fachhochschule in München studierte, war er gerade mit dem Studium fertig. Wir liebten uns sehr, aber meine Großeltern waren dagegen – sie sagten, er hätte keine Zukunft. Dann… hatte Simon einen Unfall, und wir verloren den Kontakt. Ich dachte, er wäre tot.“*

Simon seufzte, seine Hände zitterten: *„Ich habe keinen einzigen Tag an dich vergessen, Claudia. Als ich im Krankenhaus aufwachte, war ich weit weg und konnte dich nicht erreichen. Als ich zurückkam, hieß es, du hättest bereits eine Tochter… und ich traute mich nicht, mich zu melden.“*

Ich spürte, wie meine Welt zusammenbrach. Jedes Wort zerriss mein Herz. *„Dann… mein Kind…“*, brachte ich keuchend hervor.

Meine Mutter sah mich an, ihre Stimme gebrochen: *„Lina… Simon ist dein Vater.“*

Es war totenstill. Nur der Wind raschelte in den Bäumen im Garten. Simon trat einen Schritt zurück, seine Augen rot, die Hände schlaff.

*„Nein… das kann nicht sein…“*, flüsterte er. *„Ich…“*

Alles fühlte sich leer an. Der Mann, den ich liebte, den ich für mein Schicksal hielt… war mein Vater.

Meine Mutter umarmte mich und weinte: *„Es tut mir leid… ich hätte nie gedacht…“*

Ich sagte nichts. Ließ nur die Tränen fließen, salzig und bitter wie das Schicksal selbst.

An diesem Tag saßen wir drei lange beisammen. Es war kein Vorstellen des Freundes mehr, sondern ein Wiedersehen von Seelen, die sich über zwanzig Jahre verloren hatten.

Und ich… eine Tochter, die ihren Vater fand und ihre erste Liebe verlor, blieb einfach stumm und ließ die Tränen weiterfließen.

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